Glaube, Liebe, Hoffnung


Gott ist für mich?

Seit einigen Jahren führe ich Gespräche für eine Interviewreihe in meiner Kirchengemeinde, für die "Michaelis Brücke", den Gemeindebrief der Evangelisch-lutherischen Michaelis Kirchengemeinde in Hamburg-Neugraben. In einem Fragenkatalog geben Personen des öffentlichen Lebens Antworten auf immer dieselben Fragen. Eine davon lautet: Gott ist für mich? Hier die Antworten.

Eine Kraft, die überall ist.

Auf jeden Fall vorhanden. Im Alltag nicht präsent, aber auch nicht in Frage gestellt.

Gegenwärtig und trotzdem nicht greifbar und deshalb unbegreiflich.

Dankbarkeit.

Vorhanden.

Ohne Gestalt und Gesicht, aber immer irgendwo da.

Die Vorstellung von etwas, das in der Relation viel größer ist als ich, das vor mir war und nach mir sein wird.

Ich habe meine eigenen Vorstellungen von Gott, und die decken sich nicht unbedingt mit dem, was ich von der Kanzel höre. Ich möchte mir Gott nicht als Märchengestalt oder als alten Mann im Himmel vorstellen. An Gott möchte ich mich festhalten können.

Etwas Unsichtbares, Geheimnisvolles, Hoffnung.

Eher weiblich als männlich.

Schwer zu verstehen. Gerade in der heutigen Zeit gibt es so viele Widersprüche. Es ballen sich die unschönen Dinge, und ich frage mich, wo Gott dort ist. Auf meine Art habe ich meine Kontakte, aber die sind nicht besonders ausgeprägt.

Keine konkrete Person, aber wohl etwas, das da sein muss und alles lenkt.

Der Vater.

Eigentlich alles, so wie Halt geben, geistiger Beistand, Gesundheit.

Die Kraftquelle, aus der ich immer wieder schöpfe.

Die Frage kann ich so nicht beantworten. Das liegt mit an meiner Kindheit und Geschichte, in der ich damit leben lernen musste, dass mein Großvater aus politischen Gründen im KZ von den Nazis umgebracht worden ist. Da habe ich mich oft gefragt, wo war damals der gute Gott? Aber vielleicht könnten es die Werte sein, die mich mit der Gesellschaft verbinden.

Für viele Menschen die Möglichkeit, ihren inneren Frieden zu finden.

Bestandteil meines Lebens.

Ein Wesen über uns. Aber nicht in dem Sinne, der wird es schon machen, also als gelenktes Schicksal. Sich hinsetzen und warten, dass der "liebe Gott" es schon richten wird, das nicht.

Auf jeden Fall wichtig. Ich bin dazu erzogen worden, an Gott zu glauben. Mehr an Gott als an kirchliche Organisationen. Gott steht über allem.




Was ist der Sinn des Lebens... 25 Antworten

So zu sein, wie ich bin!

Irgendwelche Spuren zu hinterlassen, etwas bewirken. Vielleicht sollte jemand sagen: "Das war eine gute Idee!"

Früher hätte ich darauf geantwortet: den Sinn des Lebens zu suchen. Heute halte ich den kategorischen Imperativ von Kant für wichtig: Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

Mein Gedanke dazu ist: So zu leben, als würde man noch einmal auf die Welt kommen, als wenn es eine Wiedergeburt gäbe und nicht so zu leben wie: Nach mir die Sintflut!

(lacht) Ach, gleich eine so schwierige Frage. Ich denke, seinen Weg zu finden in der Mischung zwischen den Anforderungen von außen und dem eigenen Ich.

Das ist eine Frage, über die ich nicht nachdenke. Das Leben hat Sinn. Ich hinterfrage den nicht.

Ich denke, es hat damit zu tun, in Sicherheit leben zu können, eine gute Gesundheit zu haben und mit sich selbst, seiner Familie und seinen Mitmenschen im Reinen zu sein. In diesen Zusammenhang passt für mich auch eine gute Berufsausbildung, um eine Familie ernähren zu können.

Aus seinem eigenen Leben etwas zu machen. Fähigkeiten einsetzen... Ach, darüber könnte man Romane schreiben!

Das fängt schon schwierig an. Ich denke Familie, Freude am Leben und Zufriedenheit. Denn wenn man nicht zufrieden ist, ist man auch nicht glücklich.

Andere ein wenig zufriedener zu machen.

Keine Ellenbogenmentalität zu entwickeln. Für mich bedeutet das zum Beispiel, dass die Menschen, mit denen ich arbeite, mit den Auswirkungen meiner Arbeit leben können.

Für mich ist der Sinn des Lebens, für andere Menschen Verantwortung übernehmen zu können und zu wollen.

Kommt darauf an, unter welchem Aspekt sie das betrachten, für mich die Lebenseinstellung, geprägt durch die christlichen Pfadfinder.

Die Familie.

Zu versuchen, Gottes Willen zu tun.

Eine Familie zu gründen, Familie intensiv zu leben und nach bestem Können dazu beizutragen, dass die Kinder gut groß werden.

Sicherlich meine Familie und Menschen, die ich als meine Freunde betrachten kann. Das Berufliche gehört aber genau so dazu wie mein Engagement im Verein mir Erfüllung gibt, wenn ich dieses große Wort benutzen darf.

Etwas zu lieben gehört zum Leben dazu.

Das ist aber eine schwierige Frage!

Dass so viele Leute wie möglich einfach singen, gemeinsam singen! Dazu möchte ich beitragen, das möchte ich vermitteln.

Das ist eine schwierige Frage. Gut mit Menschen umzugehen. Beruf und Privates im Gleichgewicht zu halten, dafür Sorge zu tragen, dass das private Umfeld stimmt, besonders die Familie.

Dass wir unsere Lebensaufgabe gut meistern.

Die Rückverbindung mit Gott.

Die Familie zu haben, Freude am Singen und am Leben, Geselligkeit mit Freunden und Reisen.

Zufrieden durchs Leben zu gehen und zu sehen, wie die Kinder gedeihen.

Anfang der Seite     Home