Feuilleton
Worte zur Kunst
Etwas in Worten auszudrücken, ist eine Kunst.
Etwas Kluges zu schreiben,
etwas Neues zu schreiben,
etwas Weises zu schreiben,
etwas zu schreiben zum Lachen und Weinen,
für den Zorn und das Verzeihen,
für die Liebe und den Tod,
etwas Anregendes und Aufregendes in Kraft und Stärke,
mit Begeisterung, Wärme und Zärtlichkeit,
etwas für die geistige Auseinandersetzung mit der Welt,
in der wir leben,
etwas, das Lebenskraft geben könnte,
etwas Fortschrittliches und Ganzheitliches,
alt und doch modern und herausfordernd,
das uns hilft zu erkennen,
spannend,
innovativ,
grenzüberwindend,
etwas das ausdrückt, was wir wirklich meinen und sagen wollen.
Der Mensch braucht die Kunst
weil wir mehr sind als nur die Summe unserer
Moleküle und Atome,
weil wir alle wunderbare Kunstwerke einer
unbekannten Schöpfung sind
und weil es dieses Unfassbare und diese Faszination sind
die uns wahrscheinlich treiben.
Johanna Renate Wöhlke